Trotz recht ungemütlichem Wetter habe ich mich am Sonntag in den Wald aufgemacht um etwas Frischluft zu schnappen. Da der angekündigte Regen ausblieb musste mein DD Tarp (3x3m) nur für eine kleine Spielerei herhalten.
Als Vergleich mit meinem sonst von mir verwendeten Fire Steel, habe ich einen alten Magnesium Feuerstarter mit gehabt. Prinzipiell funktioniert das Ding ja aber ohne ordentlichen Zunder brennt das Magnesium viel zu schnell ab und man muss auch ganz schön schaben um eine brauchbare Menge an Spänen vom Block abzukratzen, wobei man dann noch aufpassen muss das diese nicht vom Wind weggeblasen werden. Ich werde daher wohl auch weiterhin bei meinem Fire Steel bleiben.
Um das gute Wetter heute Nachmittag zu nutzen hab ich mir eine kleine Auszeit genommen. Die Temperaturen waren perfekt um Kaffee und Kuchen an der frischen Luft zu genießen.
Als Kocher hab ich heute den Picogrill Hobokocher verwendet.
In diesem Video zeige ich wie man aus der Sitzfläche eines alten Campinghockers und etwas Bastelei eine gemütliche Sitzgelegenheit für jede Tour macht.
Heute habe ich wieder einige Stunden im Wald verbracht und dabei meine Bushcraftkenntnisse verbessert.
Neben einem geschnitzten Löffel gab es als Highlight des Tages meinen ersten Bowdrill mit selbstgebasteltem Material. Nachdem ich beim Bushcraftmeeting von Sepp perfekt angewiesen worden bin, hat es sehr gut funktioniert.
Auf das Zunderbündel bzw. auf das Feuer habe ich aber aufgrund der großen Trockenheit vor Ort verzichtet. Der Kaffee hat dann aber auch auf dem Gaskocher geschmeckt.
Nachdem ich vor kurzem auf YouTube mit einem sehr umtriebigen Bushcrafter aus Bayern in Kontakt gekommen bin, hat sich heute eine Möglichkeit für ein spontanes Treffen ergeben und so habe ich mich mit Sepp und einigen seiner Freunde am Sylvensteinspeicher zum Fachsimpeln getroffen.
Wer sich für Bushcrafting/Survival interessiert sollte unbedingt mal auf dem YouTube Kanal von Sepp vorbei schauen: Sepp vom Waldhandwerk
Wie man sieht arbeiten Bushcrafter gerne mit Holz ;-)
Sie relaxen aber auch gerne
Auch Yukon kann da sehr gut mithalten
Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz
Das Fachliche durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen: Bow Drill vom Feinsten. Da sollte das nächste Lagerfeuer kein Problem sein.
Perfekte Glut, genau wie es sein soll
Action und Frischluft fordern ihr Tribut
Bow Drill in Perfektion gezeigt von Sepp
Danke Sepp noch einmal für einen tollen und sehr lehrreichen Tag!
Frühstück on the Beach im Bushcraftstyle. ;-)
Kaffee, Bannock, Eier und herrliches, frühlingshaftes Wetter - was will man mehr.
Das Feuer habe ich mit dem Fire Steel und Riedgras als Zunder entfacht.
Gestern haben wir die derzeit tollen Schneebedingungen genutzt um nach langem wieder einmal rodeln zu gehen.
Ziel war das Kloster Maria Waldrast, das am Fuße der Serles (2718m) auf 1600m liegt und damit eines der höchstgelegenen Klöster von Europa ist.
Etwas oberhalb von Matrei am Brenner beginnt der Zubringerweg zum Start der Rodelbahn der auch mit dem eigenen Pkw benutzt werden kann (Maut). Wer möchte kann auch ein Rodeltaxi benutzen.
Wir haben die rund 480Hm natürlich per Pedes zurück gelegt, Bewegung soll ja nicht schaden. ;-)
Da die Rodelbahn auf einem anderen Weg verläuft kann man, bei gelegentlichem Autoverkehr, sehr entspannt hinauf wandern und muss nicht ständig auf entgegenkommende Rodler achten.
Nach einer kleinen Stärkung und dem Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes (das dunkle Hefeweizen ist da sehr empfehlenswert!) gings dann ans runter rodeln und wir konnten es, bei optimalen Bedingungen, ordentlich tuschen lassen.
Um bei kalten Temperaturen einen erholsamen Schlaf zu finden, ist nicht nur ein entsprechender Schlafsack notwendig. Genauso wichtig ist eine geeignete Isomatte. Wenn diese nicht genügend gegen die Bodenkälte isoliert, nützt der wärmste Schlafsack nichts.
Aber nicht nur die Isolierung ist wichtig sonder auch der Komfort spielt, gerade im Winter, eine große Rolle für einen guten Schlaf.
Da herkömmliche Isomatte, egal ob Evazote oder selbstaufblasend, bei entsprechend guter Isolierung meistens schwer und/oder sperrig und zumeist nicht sehr komfortabel sind (speziell bei "Seitenschläfern"), habe ich mich für eine entsprechende Neuanschaffung entschieden. Meine Wahl viel auf eine "Exped Downmat 7".
Die Matte ist wie eine herkömmliche Luftmatratze aufgebaut und schaut auf den ersten Blick auch genauso aus. Das Geheimnis ihrer hervorragenden Isolierung liegt aber in ihrem Inneren. Im Unterschied zur normalen Luftmatratze ist die Downmat mit Gänsedaunen gefüllt. Diese verhindern, in Verbindung mit eingenähten Stegen, das die Luft in der Matte zirkuliert und sorgen so für eine entsprechende Isolierung bis -24°C.
Anders als bei "selbstaufblasenden" Isomatten, bei denen meist mit dem Mund nachgeblasen wird um die volle Stärke zu erreichen, ist dies bei der Downmat nicht möglich. Da die Atemluft einen hohen Anteil an Feuchtigkeit enthält, wäre das für die Daune von Nachteil, da diese dann verklumpen würde und die Isolierung nicht mehr gegeben wäre. Da die Feuchtigkeit auch nicht mehr aus der Matte kann, würden die Daunen über kurz oder lang anfangen zu schimmeln.
Um die Luft trotzdem in die Matte zu bekommen, gibt es eine in die Matte integrierte Pumpe. Diese wird mit beiden Händen, entsprechend des Aufdrucks, bedient. Die Bedienung funktioniert recht gut, wenn auch etwas mühsam und dauert etwas länger als das Aufblasen einer herkömmlichen selbstaufblasenden Matte.
Lufteinlass- und Ablassventil (an der Schmalseite der Matte) sind als Flachventile ausgeführt (an der Unterseite der Matte) und mit einer versenkbaren Abdeckung versehen, die kaum Auftragen und dadurch nicht stören (genauso wenig wie die integrierte Pumpe).
Stege vor den Ventilen verhindern das dort Daunen austreten können.
Hier ein Vergleich einer 3,5cm dicken, selbstaufblasenden, ThermaRest Matte mit der Exped Downmat 7 mit 7cm Stärke.
Der Wabenförmige Aufdruck auf der dunklen Seite (Schlafseite) ist aus rutschhemmendem Material und verhindert das man im Schlaf von der Matte rutscht.
Die zum Transport fertige Downmat im Größenvergleich mit einer 1Liter Nalgene Flasche. Ein Transportbeutel ist im Liefeumfang enthalten.
Packmaßvergleich mit der 3,5cm ThermaRest.
Weitere Daten und Fakten gibts auf der Seite von Exped.
Mein Fazit nach der ersten Nacht auf der "Isar Winter"Tour:
Die Matte hält wirklich was sie verspricht. Isolierung und Komfort sind wirklich top. Unebenheiten des Bodens werden sehr gut ausgeglichen und beim Seitenschlafen hat nun auch der Hüftknochen seine Freude. Bei meiner Größe von 1,80m ist die 1,83m lange M Matte absolut ausreichend. Mit einer entsprechenden Unterlage für den Kopf reicht die Matte auch locker für 1,90m Riesen.
Das Aufpumpen geht eigentlich recht zügig (wenn man den Dreh mal herausen hat) und es wird einem auch gleich etwas warm dabei. ;-)
Das Ablassen funktioniert ebenfalls sehr gut und gefällt mir besser als bei den Selbstaufblasenden.
Für mich ist die Downmat absolut ein Gewinn und sie wird mich, bei entsprechend kühlen Temperaturen, sicher auch in Zukunft begleiten.
Hier noch ein Video von "Expedtube" über die Handhabung der DOwnmat 7.